Jesus-unites in Essen der internationale Kongress in Stichworten

Willi Ferderer, AM-Referent für die Arbeit mit Migranten
Es sollte ein erster Versuch sein und keiner der Verantwortlichen bei der AEM, der DEA und den beteiligten Werken wusste, ob dieser auch Erfolg haben würde. Schließlich kamen etwa 350 Teilnehmer, aus ca. 45 Ländern in der ersten Maiwoche (05. - 07.05.11) in die EFG in Essen zu Jesus-unites, dem Kongress für die Arbeit mit, für und unter Migranten in Deutschland (Europa).
Etwa 25 internationale Redner im Plenum und in den Seminaren, und eine ganze Reihe von Menschen, die inspirierende Beispiele von internationalen (sozialen) Diensten und gemeindegründenden Arbeiten vorstellten.
Mehrere internationale Musikteams: Afrikanisch-frankophone Kinder-Singgruppe aus der FeG Leverkusen + Musik von einer japanischen und einer koreanischen Schwester + Musik von einem arabischen Bruder aus Hamburg + internationale Gesanggruppe / Band aus der Stadtmission Wanne-Eickel, etc.
Eine warmherzige und wohltuende Gemeinschaft, die voller Begeisterung und ansteckender Freude war!
Einzelne interkulturelle Gruppen und Familien, berichteten in Seminaren von ihren Erfahrungen und andere erzählten von der großen herausfordernden Arbeit unter jungen MigrantInnen (der 2. Generation).
Demütiges Bekennen von falschen Haltungen und Einstellungen voreinander und die Bitten um Vergebung. - Das Bekennen, das wir alle einander brauchen und einander nach Gottes Willen ergänzen können und sollten.
Das engagierte Gebet miteinander und füreinander - sitzend, stehend, knieend - ermutigende Fürbitte für alle Arbeiter im Reich Gottes und für Gottes Mission seiner Welt.
Das Kennenlernen von Menschen, die (auch) in Deutschland unter ver-schiedenen Migrantengruppen arbeiten, oder auch unter Menschen ohne Migrationshintergrund.
Viele persönliche Gesprche, Austausch und Absprachen für künftige, bzw. vertiefte Zusammenarbeit.
Spontane Spendensammlung für einen der Redner, der auf dem Weg nach Essen einen Unfall hatte und einen KFZ-Totalschaden erlebt hatte.
Ein Extra-Treff
en von etwa 50 FeG´lern und FeG-Freunden am Rande des Kongresses zum Mittagessen, Kennenlernen und Austausch...
Ob der gelungene Versuch eine (baldige) Fortsetzung haben wird, ist noch nicht entschieden. Einzelne Teilnehmer des Kongresses meinten, es sollte unbedingt schon in 2012 einen Folge-Kongress im Hamburg Raum geben. - Die meisten Teilnehmer meinten, dass es nicht bei diesem erstmaligen Kongress dieser Art bleiben sollte, sondern dass sich die internationale Netzwerkarbeit fortsetzen und ein weiterer Jesus-unites-Kongress folgen sollte.

Persönliche Eindrücke von Uschi Rose - Gattin unseres Missionssekretärs Dave Rose
Mit etwa 350 Teilnehmern aus ca. 45 Nationen trafen wir uns in der EFG Essen-Altendorf, um darüber nachzudenken, wie wir gemeinsam die Menschen in Deutschland mit dem Evangelium erreichen können. Deutschland ist schon lange kein christliches Land mehr, sondern vom Missionssendungsland selbst zum Missionseinsatzland geworden! Hier gibt es nicht nur viele Deutsche, die der Botschaft Gottes entfremdet sind, sondern auch einen hohen Anteil an Migranten, die einen anderen religiösen Hintergrund haben. Wie ein bunter Blumenstrauß wurden Gottes vielfältige Ideen zur Verwirklichung unseres gemeinsamen Missionsauftrages deutlich:
Mit etwa 25 internationalen Referenten, vielen Pastoren, Missionsleitern, Projektmitarbei-tern - jeder mit seiner besonderen Persönlichkeit, seinem kulturellem Hintergrund ... und seiner individuellen Arbeitsweise!
Beeindruckend und inspirierend waren neben den guten Vorträgen und Workshops die vielen praktischen Projektbeispiele von interkulturellen Gemeinden oder Arbeiten unter Migranten in Deutschland. Wie kreativ ist Gott doch im Erreichen der Menschen hier in unserem Land!
Umrahmt wurde diese Zeit von verschiedenen Musikgruppen, die einen Vorgeschmack auf den internationalen Lobpreis im Himmel gaben! Außerdem gab es viele Gelegenheiten, sich kennenzulernen und Kontakte zu schließen. n einem Sondertreffen fanden sich etwa 45 FeG´ler zusammen, die entweder selbst Migrationshintergrund haben und/oder unter Migranten arbeiten.
Ich persönlich reiste mit viel Ermutigung, neuen Ideen und im Bewusstsein der Gegenwart Gottes wieder nach Hause zurück. - Und ich bin gespannt darauf, was Gott in den nächsten Jahren in Deutschland tun wird.

Viktor Rezlav - Student am Theologischen Seminar in Ewersbach - schreibt über den Jesus-unites-Kongress:
Als einen Vorgeschmack auf den Himmel hat mancher Redner des Jesus-unites-Kongresses die drei Tage (05. - 07.05.11) in Essen bezeichnet. Genau diesen Eindruck hatte ich selbst auch. Zum ersten Mal habe ich persönlich so viele Christen aus den verschiedensten Kulturen und Denominationen zusammen Gott loben sehen.
Zusammen haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wie Christen aus aller Welt gemeinsam die Menschen in Deutschland mit dem Evangelium erreichen können. Wir haben einen Missionsauftrag, und diesen gilt es auch hier in Deutschland wahrzunehmen.
Dass wir das auf verschiedene Art und Weisen tun können, wurde auch auf dem Kongress deutlich. Wie ein bunter Blumenstrauß waren die Redner, die musikalischen Beiträge und auch die verschiedenen Präsentationen der missionarischen Einsätze in Deutschland - die Gemeinde Gottes im Mini-Format. Vielfältig, verschiedenartig und dennoch vereint.
Leider ist Deutschland schon seit längerer Zeit kein christliches Land mehr. Die Mehrheit der deutschen Bürger weiß mit Jesus Christus nichts mehr anzufangen.
Doch eines ist mir bei Jesus-unites bewusst geworden: Gott wirkt in Deutschland! Gott ruft z.B. Christen aus anderen Ländern nach Deutschland, damit sie hier das Evangelium verkündigen.
Ich will mir das nicht einfach nur von der Seite anschauen, sondern mittendrin dabei sein. Ob es sich um Deutsche handelt oder um "Internationale" (neuer Begriff für Menschen mit Migrationshintergrund) - jeder braucht das Evangelium Gottes!

Holger Discher, Mitglied der FeG Darmstadt, schreibt folgende persönliche Eindrücke:
Jesus sendet von ÜBERALL nach ÜBERALL
Jesus-unites -Jesus verbindet - so hieß es in der ersten Maiwoche in Essen. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen (AEM) in Korntal. Ich hörte von Willi Ferderer, dem neuen Referenten für Migranten-arbeit in der AM, im Missionsgottes-dienst im April in der FeG Darmstadt davon. So nutzte ich die Gelegenheit, viele Christen kennen zu lernen, die bereits unter Migranten in D arbeiten.
Bereits die Hinfahrt begann für mich international, da ich mit dem AM-Iraner-missionar Jonathan und einem seiner Landsleute eine Fahrgemeinschaft bilde-te. Auch für das Quartier war liebevoll gesorgt, so dass ich mit einem weiteren Migranten aus der FeG Karlsruhe bei einem Quartiergeber aus einer Essener Brüdergemeinde zu Gast sein durfte.
Die Zeiten zwischen den Veranstaltungen nutzte ich auch zum Kontaktaufbau und Austausch z.B. mit dem Pastor der Spanischen / Italienischen Gemeinde Darmstadt und unserer Iranergemeinde zu weiteren Zielverabredungen. Ulrich Parzanys wegweisender Vortrag "Warum brauchen wir uns gegenseitig", führte zu konkreten internationalen Begegnungen auf dem Kongress. Aus seiner Erfahrung aus der Zeit, da er Pfarrer einer evangelischen deutschen Gemeinde in Jerusalem, wisse er, dass es wichtig sei, dass Christen im Ausland die Gemeinschaft ihrer Landsleute zu suchen. Die Sprache des Herzens sei die Muttersprache. Jedoch bestehe die Gefahr, zu nationalen Kulturclubs zu verkommen, die keine geistliche Substanz mehr beinhalten.
Wir brauchen die Power des Miteinanders der Kulturen in der Mission. Deutsch-land habe sich vom Missionssendungsland zum Missionsland gewandelt. Es gebe nicht mehr die klassischen Missionsländer wie früher. Gott sendet von ÜBERALL nach ÜBERALL! Vor Ort sollten sich Christen aus verschiedenen Nationen zusammenfinden und nicht mehr nur nebeneinander arbeiten.
Lobpreis- und Anbetungszeiten in vielen musikalischen Richtungen gaben beim Kongress mit etwa 25 internationalen ReferentInnen einen geistlichen Vorge-schmack auf den zukünftigen internationalen Lobpreis im Himmel.
