Übersicht über die verschiedenen Themenbereiche:
Was kann ein Jugendmissionsreferent für die Gemeinden tun???
?Missionare wollen nur unser Geld.? Oder: ?Missionsgesellschaften nehmen uns unsere besten Leute weg.? So zitierte kürzlich ein Mitarbeiter einer weltbekannten Organisation in meiner Gegenwart wiederkehrende Stimmen aus Gemeinden.
Was kann eine Missionsgesellschaft also für Gemeinden tun ohne ihnen laut manchen Unterstellungen nur die Ressourcen wegzunehmen? Wer braucht eigentlich wen? Die Missionsgesellschaft die Gemeinden oder umgekehrt?
Ein Blick ins Neue Testament macht deutlich, dass Mission von Anfang an ein wesentlicher Auftrag an die Gemeinde ist. Schon Jesus selber sandte seine Jünger immer wieder aus (Lk. 9 + 10). Die berühmten letzten Worte des Auferstandenen verstärken das Anliegen der Weltmission (Matth. 28, 18-20; Joh. 20, 21-23; Apg. 1, 8) als einen ganz normalen Ausdruck der Gemeinde. Eine Gemeinde ohne Mission ist aus Jesu Perspektive einfach nicht vorstellbar. Sie wäre dann nicht mehr seine Gemeinde nach dem Neuen Testament.
Wie können Gemeinden diese Erkenntnis umsetzen? An dieser Stelle bieten wir als Missionsgesellschaft den Ortsgemeinden unsere vielfältige Hilfe an. Wir helfen ihnen sich an der weltweiten Sendung zu beteiligen, wozu gerade kleinere Gemeinden alleine nicht in der Lage wären. Wir bündeln ihre Kräfte und schaffen die Strukturen, die zur Sendung von Missionaren, ihrer regelmäßigen Unterstützung und Begleitung notwendig sind. Darüber hinaus verstehen wir uns als Impulsgeber für die Gemeinden, um gemeinsam Mission zu multiplizieren und ganz praktisch zu leben.
Als Jugendmissionsreferent der AM möchte ich diesen Beitrag innerhalb unserer jungen Generation verstärken. Schritte auf diesem Weg sind Besuche in den Teen- und Jugendkreisen, Gottesdienste, Missionsfestivals, gemeinsame Einsätze in die Missionsgebiete, Vernetzung und Förderung Missionsinteressierter aus den Gemeinden, sowie die persönliche Begleitung unserer Shorties und Multiplikatoren. Teenager und Jugendliche sollen Mission schon früh für sich entdecken. Es gilt das Potential der nachfolgenden Generation freizulegen. Junge Menschen sollen ihre Möglichkeiten in der Weltmission erkennen. Sie sollen zu langfristigen Teilhabern an der schönsten Aufgabe der Welt werden! Senden und gesendet werden! Diejenigen, die nach uns kommen und jetzt schon in den Startlöchern sitzen, haben ein Recht darauf, Gottes Ruf für ihr Leben zu hören. Nur so können wir als Gemeinden den Auftrag Jesu in Zukunft kraftvoll ausführen. Darauf wollen wir gemeinsam vorbereitet sein. Dies zu unterstützen kann ein Jugendmissionsreferent für die Gemeinden tun.
Aus diesem Grund bin ich dabei, wenn es darum geht, dass Gemeinden auch zukünftig missionarisch denken, reden, beten und handeln. Und das zum vollen Segen für die Gemeinden! Denn: Eine Gemeinde, die Mission lebt, bekommt mehr Impulse als sie jemals geben kann! Schließlich glauben wir doch als FeGs, dass wir von Gott um ein Vielfaches beschenkt werden, wenn wir Ihm unsere Mittel und Menschen freigebig zur Verfügung stellen?!
Gemeinde und Mission gehören zusammen!
Die ?Famous last Words? von Jesus zeigen die Zielrichtung an: Nicht nur ein paar einzelne Menschen zu ihm zu führen, sondern alle Nationen dieser Welt zu Folgern zu machen: ?Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker...? (Matth. 28, 19). Erst nach der Erfüllung dieses Auftrages würde er wiederkommen (Matth.24, 14). Die Apostel und haben fleißig Mitarbeiter ausgesendet und ließen sich senden (z.B. Apg. 13).
Die erste Generation der Folger nahm diese Perspektive tatsächlich als bare Münze, so dass schon bis zum Ende des ersten Jahrhunderts im gesamten Mittelraum junge Gemeinden entstanden. Über die gesamte Spannbreite von Nordafrika, sogar bis nach Spanien. In Israel, der Türkei, Italien und in Griechenland sowieso. Die eigene Sendung ernst zu nehmen war eine der wesentlichen Triebfedern der ersten Gemeinden. Eigentlich schade, dass wir es 2000 Jahre später immer noch nicht geschafft haben, allen Menschen das Evangelium von Jesus zu bringen. Trotz aller technischen Möglichkeiten, die wir inzwischen haben. Coca Cola und McDonald?s sind leider etwas schneller mit der Durchdringung ihrer Botschaften als die christliche Gemeinde. Nicht wirklich ein Grund zur Freude!
Vielleicht helfen uns hier einige frische Ansätze etwas weiter. Denn die Frage ist ja immer, wie wir das Gute, das wir für richtig und notwendig halten auch tatsächlich umsetzen können. Hier gibt es konkrete Hilfestellungen.
Um zu zeigen, dass Mission auch für Normalos lebbar ist, bietet die Allianz-Mission z.B. regelmäßig Missionseinsätze für Teens, Jugendliche und junge Erwachsene an. Ganz normale Gemeinden haben so die Möglichkeit ihre Young Generation zumindest für einige Wochen in die Mission zu senden. Unter www.allianz-mission.de findet ihr zu den Einsätzen und Möglichkeiten nähere Details.
Darüber hinaus gibt es auch Konzepte, die von einzelnen Gemeinden bereits sehr erfolgreich praktiziert werden. Ein Beispiel für ein Gesamtkonzept, an dem eine gesamte Ortsgemeinde beteiligt ist, wird in der FeG Ettlingen mit JiM praktiziert. Dieses Modell ist übrigens nicht nur für die interessierten Jugendlichen und Mitarbeiterkreise interessant, sondern auch gerade für Gemeindeleitungen! Denn dort stellt sich oft die Frage, wie denn Weltmission von Deutschland aus konkret gelebt werden kann und wie sich eine Ortsgemeinde in diesem Anliegen möglichst gewinnbringend engagiert.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Rainer Meier für die sehr spontane Darstellung von JiM! Auf das immer mehr zusammen wächst, was schon immer untrennbar zusammen gehörte: Gemeinde und Mission.
Markus von Oehsen
Jugendmissionsreferent
Allianz-Mission e.V.
Projekt JiM - Gemeinde für Mission mobilisieren.

Erfahrungen aus der FeG Ettlingen.
Mission und Gemeinde gehören zusammen, das war auch der FeG Ettlingen klar. Beim Suchen nach Möglichkeiten, wie der Missionsgedanke in der Gemeinde wach gehalten und die Gemeinde für Mission mobilisiert werden kann, entstand das Projekt JiM - Jünger in Mission. Durch das Projekt JiM wurden seit 2004 fünf Junge Erwachsene auf Jahreseinsätze und über 20 Personen auf mehrwöchige Missionseinsätze ausgesandt - bunt gemischt, von Gospeltouren im Inland über evangelistische Jugendeinsätze in Europa bis zu Missions- und Diakonie-Einsätzen in Übersee. Das Projekt JiM kostet uns als Gemeinde etwas! Mittlerweile einen Jahresetat von 2800 ?, eine Mitarbeiterin, die nur für die Betreuung der Kurzzeitmissionare zuständig ist und Gebetsunterstützung für unsere Kurzzeitmissionare. Im Nachfolgenden ein Kurzüberblick, wie wir das Projekt JiM in unserer Gemeinde durchführen:
Informationen und Richtlinien zum Projekt JiM
Projektbeschreibung:
Unter dem Projekt JiM (Jünger in Mission) werden Kurzzeitmissionseinsätze von zwei Wochen bis zwei Jahren gefördert. Diese Einsätze können im In- und Ausland stattfinden. Unter einem Missionseinsatz verstehen wir einen Einsatz, bei dem es primär um Mitarbeit in Evangelisation, Mission oder um praktische Hilfe geht. Einsätze bei denen der Schwerpunkt auf eigener Zurüstung und Horizonterweiterung (z.B. Sprachkurse, Missionsreisen, usw.) liegt, werden durch das Projekt JiM nicht gefördert.
Ziele von JiM:
- Durch JiM soll der Missionsgedanke des einzelnen Christen und unserer Gemeinde wach gehalten werden.
- Durch JiM sollen Christen die Möglichkeit bekommen, Weltmission näher kennen zu lernen und ggf. zu prüfen, ob eine Langzeitperspektive für den Einzelnen Gottes Wille ist.
Vorraussetzung:
- Wir unterstützen Christen, die sich von Gott zu diesem Einsatz berufen wissen. Derjenige, der geht, opfert seine Zeit und den Großteil der Kosten.
- Wir unterstützen nur Christen, die sich in der Mitarbeit in der FeG Ettlingen bewährt haben.
Finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde:
- Die Gemeindeleitung legt zu Jahresanfang einen Etat für JiM fest.
- Mindestens einmal im Jahr (z.B. bei der Aussendung) wird eine Kollekte für das Projekt JiM eingesammelt. Das Geld der Kollekte fließt in den Etat.
- Die Fahrt- bzw. Flugkosten werden von dem Teilnehmer selbst getragen.
- Die Einsatzkosten werden zu max. 30% aus dem Etat JiM gefördert.
- Max. 30% der Einsatzkosten bei Nichtverdienern.
- Max. 15% bei Verdienern
- Gibt es mehrere Teilnehmer und die Anträge übersteigen den Etat, entscheidet die Gemeindeleitung mit Rücksprache der Teilnehmer über die Aufteilung. Entscheidend dabei ist die finanzielle Situation des Einzelnen bzw. deren Eltern/ Verwandten.
- Sonderaktionen wie Sponsorenläufe, Kuchenbackaktionen usw., die von Hauskreisen/ Jugendkreis gestalten werden, sind ausdrücklich erwünscht.
Rundum haben wir in den letzten drei Jahren nur positive Erfahrungen gemacht. Die Personen, die von Missionseinsätzen zurückkommen, sind vielfach in ihrer Christusnachfolge gewachsen, sind neu motiviert für die eigene Gemeindemitarbeit und erzählen den ?Daheimgeblieben? in der Gemeinde wie Gott weltweit wirkt. Das ermutigt die Gemeinde und lenkt den Blick weg von unserer kleinen Welt in Ettlingen...
Rainer Meier
Jugendpastor FeG Ettlingen
