Gezielte Förderung der Kinder durch Kindercamps

Was in Deutschland nahezu undenkbar wäre, ist in Mali fast selbstverständlich: Dass alle Kinder an fast allen Gemeindeveranstaltungen teilnehmen. Früher hat niemand danach gefragt, ob das Evangelium kindgerecht dargestellt wurde. Nur Disziplin wurde erwartet. Vieles hat sich verändert. Einige Gemeinden bieten inzwischen separate Kinderveranstaltungen an, und etliche Mitarbeiter haben neue Ideen gefunden, den Kindern Gottes gute Botschaft verständlich nahe zu bringen.

Kindercamps unterstützen diese Bemühungen der Gemeindemitarbeiter. Sie ermutigen zu einer kontinuierlichen, zielgruppenorientierten Arbeit in den Gemeinden. Und sie geben den Kindern und Mitarbeitern einen Jahreshöhepunkt, auf den sie sich freuen.

Mit einem Lastwagen und vielen Pick-up's (Geländewagen mit großer offener Ladefläche) kommen die 9- bis 15-jährigen Kinder nach Soufouroulaye und springen aufgeregt um uns herum. Sie wollen das Anmeldebändchen haben, welches sie als dazugehörig ausweist. Die Mitarbeiterin Madeleine zahlt den Teilnehmerbeitrag, den sie von den Kindern eingesammelt hat, in die Kindercampkasse. Der Beitrag der Kinder ist verhältnismäßig gering. Das Kindercamp ist auch für Kinder aus armen Familien. Gleichzeitig legen wir Wert darauf, dass die Kinder und Eltern nicht zu reinen Almosenempfängern werden. Die Allianz-Mission trägt mit Ihrer Hilfe noch über 60% der Ausgaben für ein Kindercamp.Die Kinder feiern, dass das Camp beginnt. 5 Tage nur für sie! Zwei Jungen haben sich Trommeln gesucht, ein 10-Jähriger stimmt ein Lied an. Andere kommen zu mir: "Können wir einen Ball haben? Wir bringen ihn auch sofort zurück, wenn das Programm beginnt!"

5 Tage nur für Kinder. Singen, klatschen, trommeln - so beginnt der Morgen. Unser Singeteam bringt neue Lieder auf Französisch und Bambara bei. Sie nehmen die Kinder mit hinein in die geistlichen Aussagen der Lieder. Heute geht es in der Andacht um das Thema: "Wage einen Anfang mit Jesus". In der Pause nach der Predigt kommt eine ganze Gruppe auf mich zu: "Wir wollen uns bekehren!"

5 Tage mit viel Wissensvermittlung. In Kleingruppen fahren wir in ein Aufforstungsprojekt der Allianz-Mission. Ein Agraringenieur erklärt den Kindern, wofür die Bäume ihres Landes wichtig sind. "Wenn ihr zu Hause seid, dann pflanzt einen Baum in eurem Hof," sagt er ihnen. In einer anderen Kleingruppe geht es zur gleichen Zeit um das Thema Sexualität, das größtenteils ein Tabuthema ist. Wir erklären den Mädchen und Jungen, dass ihre Sexualität von Gott geschenkt ist. Wir nehmen sie in die Verantwortung, was sie mit diesem Geschenk tun. Die Mädchen und Jungen sind ganz bei der Sache. Ihre Etern haben in der Regel nie darüber gesprochen, in der Schule oder unter Freunden wird nicht so klar darüber geredet.

5 Tage Spiel und Sport. Jeweils am Nachmittag Staffellauf, Fußball, Tanz, Geschicklichkeitsspiele - hier lernen auch die Mitarbeiter, was man alles mit einfachen Mitteln machen kann.

5 Tage ausreichend zu Essen. Reis mit Trockenfisch, Hirsebrei, Reis mit Sauce und Rindfleisch - die Kinder sollen sich satt essen.

5 Tage, die die Kinder nicht so schnell vergessen. Am folgenden Sonntag berichten sie in ihren Gemeinden, was sie alles gelernt haben. "Mangos muss man waschen, bevor man sie isst,", weiß ein kleines Mädchen zu berichten. Viel gewichtiger ist das, was ein 9-jähriger Junge seinem (muslimischen) Vater sagt: "Papa, ich bin Christ geworden!"

Helfen Sie uns, diese Kindercamps weiter durchzuführen? Ein fünftägiges Kindercamp mit 150 Kindern kostet die Allianz-Mission etwa 750,00 ?. Mit 5,00 ? unterstützen Sie die Teilnahme eines Kindes. Vielen Dank!