Taifun "Ketsana" wütete auf den Philippinen


Januar 2010

Hilfe!

26. September 2009 - ein Shorty-Samstag wie andere davor. Es regnet seit vielen Stunden. In unserem Haus, in dem wir mit einer philippinischen Familie untergebracht sind, steigt das Wasser knöcheltief an. Die untere Ebene liegt etwas niedriger als die Straße ? fast wie ein Keller, darüber liegen noch zwei weitere Etagen. Wir bringen ihre Sachen in den 1.Stock, dann in den zweiten, das Wasser steigt unaufhörlich weiter. Unsere Shorty-Verantwortliche Wiebke ist 80 Kilometer weit weg, um sich den Ort für die nächste Jugendfreizeit anzuschauen. Unsere Mitshorty Svenja ist allein im Haus von Wiebke. Shorty Sergej und Wolfgang Herrmann wollen uns helfen, weden aber durch einen Unfall aufgehalten. Als wir die Sachen in unserem Haus meinen, einigermaßen sicher verstaut haben, mache ich mich mit zwei der Filipinos auf den Weg zu Svenja. Das Wasser auf den Straßen ist knietief. Viele Kinder spielen noch draußen im Regen. Während wir, so weit es geht, die Sachen in Sicherheit bringen, erhalten wir einen Hilferuf aus unserem Haus. Ich wate durch das immer höher steigende Wasser wieder zurück. Die Mutter der philippinischen Familie zittert vor Kälte und hat Atemnot. Die anderen kommen dazu. Wir wickeln die Kranke in Decken und tragen nun endgültig auch den Kühlschrank und den Gasofen nach oben. Aber keiner glaubt zu dem Zeitpunkt, dass das Wasser jemals das nächste Stockwerk erreichen würde. mehr

Dienstag, 14.10.2009 (Zusammenfassung der Ereignisse)

Die Mitarbeiter der Allianz-Mission leben und arbeiten mitten in den vom Jahrhundertunwetter am stärksten betroffenen Gebieten Manilas auf der philippinischen Hauptinsel Luzon. Sie wurden, wie Millionen andere Menschen vom Unwetter Ende September und seinen unglaublichen Wassermassen völlig überrascht. Klicken Sie [hier] um den gesamten Artikel zu lesen...  

 

Montag, 05.10.2009

Das Wasser fängt langsam an, wieder zurückzugehen. Überall ist Schlamm und die Gefahr von Krankheiten wächst.

Familie Herrmann berichtet, wie die Situation vor Ort aussieht. Den Bericht können Sie lesen, indem Sie [hier] klicken.

 

Donnerstag 01.10.2009:

Familie Herrmann berichtet direkt aus Manila:

Bei der leidvollen Überschwemmungskatastrophe in Manila ist durch einen fürchterlichen Tropenregen in 6 Stunden so viel Regen gefallen, wie sonst bei heftigstem Tagen in 24 Stunden. Es gibt große Überschwemmungen, von denen leider auch unsere Missionare und Shorties und einige Gemeinden hart getroffen wurden. Inzwischen ist niemand mehr in akuter Lebensgefahr, aber Wolfgang Herrmann und Wiebke Schmidt-Holzhüter erlitten kleinere Schnittverletzungen, als sie zu einem unserer Häuser schwimmen mussten. Wiebkes Haus stand bis zur Decke unter Wasser und ist unbewohnbar geworden, bei anderen Häusern der Missionare und Gemeinden lässt sich das Ausmaß der Schäden noch nicht genau absehen. Alles ist voller Schlamm. Alles ist seh chaotisch. Es ist für alle wirklich schwer, das Erlebte zu verkraften. Viele Filipinos sind ertrunken, man spricht von über 250 Toten. Wie viele genau, wird man wohl erst in ein paar Tagen wissen.

Wir verteilen Reis, Wasser und Kleidung, um die direkte Not der Leute etwas zu lindern. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber es muss etwas getan werden!

Bitte betet für Kraft und Weisheit beim Verteilen der Hilfsgüter und für ausreichende Finanzen, so dass wir auch gerade den am stärksten Betroffenen helfen können, die letzten Samstag alles verloren haben.

Mittwoch, 30.09.2009:

Die NAchrichten von unserem philippinischen Team sind einerseits Besorgniserregend, weil viele Hunderttausend Menschen von der Naturkatastrophe betroffen sind und das Jahrhundert-Unwetter eine schreckliche Spur der Verwüstung hinter sich gelassen hat.

Andererseits sind wir sehr dankbar, dass alle unsere Mitarbeiter - die Shorties eingeschlossen - äußerlich unversehrt bzw. nur leicht Verletzt sind und bei Familie Herrmann flutensicher untergebrachtsind.

Wir beten darum, dass sie die schrecklichen Erlebnisse nun gut verarbeiten können und innerlich wie äußerlich zur Normalität zurückfinden.

Die Gemeindehäuser der Region sind unterschiedlich stark beschädigt, verwüstet oder zerstört worden. Noch ist nicht klar, welche Häuser noch genutzt werden können. Wo es möglich ist, sind bis zu 200 obdachlos gewordene Menschen untergebracht.

Das Wohnhaus von Wiebke Schmidt-Holzhüter ist wahrscheinlich unbewohnbar geworden, ein anderes Wohnhaus, welches gerade verkauft werden sollte, hat evtl. auch nur noch Abrisswert.

Wir beten um die richtigen Hilfsmaßnahmen und erbitten Weisheit für unsere Mitarbeiter bei der Vergabe von Hilfen für die Ärmsten der Armen, die bei der Flut auch das Wenige, was sie hatten, verloren haben.

Wir beten um ausreichende Spenden, damit wir sachgerecht und angemessen helfen können.

Dienstag, 29.09.2009:

Die neuen Nachrichten von den Philippinen sind nicht gut - aber unser ganzes AM-Team ist gesund, auch wenn einige KollegInnen manche inneren wie äußeren Blessuren hinnehmen mussten!

Wir beten, dass keiner eine Wundinfektion durch das verseuchte Wasser bekommt.

Bitte betet für das ganze AM-Team, aber auch für die betroffenen Gemeinden und die geschädigten Menschen - es sind Hunderttausende der Ärmsten, die in den vielen Elendsquartieren (Slums) von Manila leben!

Die AM versucht zu helfen, wo immer es geht! Das ganze Ausmaß der Jahrhundertkatastrophe ist noch lange nicht abschätzbar...

Betet mit für die geschundenen Menschen im Großraum Manila auf der INsel Luzon!

Montag, 28.09.2009:

Wir beten für die vielen Menschen, die von der großen Naturkatastrophe - Taifun Ketsana - im Raum Manila betroffen sind! Wir danken, dass alle AM-Mitarbeiter bewahrt wurden, auch wenn großer Sachschaden entstanden ist.

Die Besucher der Jubiläumsfeier haben am Sonntag ein Opfer für die geschädigten Gemeinden zusammengelegt!