Kurze Informationen über Österreich


Daten zum Land:
In Österreich leben 8 Millionen Menschen, davon 733.000 Ausländer. Fast ein Viertel der Österreicher sind Wiener (1,8 Mio. Einwohner). Andere Städte: Graz: 237.000, Linz: 203.000, Salzburg: 143.000, Innsbruck: 118.000. Österreich ist Transitland. Bei relativ geringer Arbeitslosigkeit hat Österreich eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen in der EU.


Kleine Kirchengeschichte:
Österreich wurde von 1277 bis 1918 durch die Habsburger beherrscht. Nachdem während der Reformation bis zu 90 % von Ober- und Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark evangelisch wurden, war es erklärtes Programm der Gegenreformation, alle Bekenntnisse außer dem zur römisch-katholischen Kirche zu bekämpfen. Wer nicht röm.-kath. ist, wurde zum Feind Österreichs erklärt. Durch die Rekatholisierung wurden viele evangelische Bürger zum Übertritt gezwungen oder ausgewiesen. So etwa 1731, als 22.000 evangelische Salzburger zur Emigration gezwungen wurden. Noch 1837 wurden 500 evangelische Zillertaler ausgewiesen. Erst das Toleranzedikt von 1731 gestattete evangelische Bethäuser (außer in Tirol). Die volle Gleichberechtigung erhielt die evangelische Kirche 1861.


Aktuelle kirchliche Situation:
Durch eine mehr als 1000jährige Geschichte der röm.-kath. Kirche in Österreich sind Volkstum und Katholizismus eng miteinander verwoben. Nach einer Umfrage von 1991 sind ca. 80 % der Österreicher katholisch getauft (Tirol: 94 %), 25 % besuchen wöchentlich die Messe und 96 % der Schüler nehmen den Religionsunterricht wahr. 1998 gaben nur noch 20 % an, sich der Kirche nahe zu fühlen, 1994 waren es noch 38 %.


Die Situation der Freikirchen:
Freikirchen sind in Österreich noch weitgehend unbekannt. Nur 0,3 % der Bevölkerung ist evangelikal. 47 der 100 größten Orte haben noch keine Gemeinde. Österreich hat verschiedenste missionarische Vorstöße erlebt, ein erheblicher Anteil der Missionare hat jedoch mit wenig Frucht aufgegeben. Die meisten Gemeinden sind erst innerhalb der letzten 20 Jahre entstanden (Anstieg um 250 %). Freikirchen werden noch sehr stark als Sekten betrachtet, eine Gleichberechtigung mit den etablierten Kirchen gibt es nicht. Allerdings hat sich die rechtliche Situation durch die staatliche Anerkennung als "Bekenntnisgemeinschaft" mittlerweile verbessert.


Mission - mitten in Europa?
Nominelle Kirchenzugehörigkeit bedeutet nicht automatisch lebendiges Glaubensleben. Nur wenige Österreicher wissen um die Möglichkeit einer persönlichen Beziehung zu Gott und um das Angebot der Vergebung jenseits von frommen Werken, Riten und Traditionen. Die Zahl der völlig kirchendistanzierten Menschen nimmt zu. Trotz großem äußerlichen Wohlstand gibt es innere Not in Österreich, die deutlich wird an verbreitetem Okkultismus, Alkoholmissbrauch und einer hohen Selbstmordrate.


Die Allianz-Mission in Österreich:
Seit 1986 besteht eine Gemeindeaufbauarbeit in Innsbruck. Anfang 2001 hatte die Gemeinde 25 Mitglieder. Die Freie evangelische Gemeinde Innsbruck gehört zum Bund Evangelikaler Gemeinden in Österreich (BEGÖ). Besucher sind herzlich willkommen zum Gottesdienst sonntags um 10.00 Uhr, Reichenauer Str. 19, 6020 Innsbruck. Tel. +43 (0)512 / 57 37 72.

 

(Quellenangabe: Volkszählung 1991, APA und kirchliche Statistik).