Kurze Informationen über Japan
Das Land hat eine Fläche von 373.000 Quadratkilometern. Es erstreckt sich im Nordwestpazifik über vier große und etwa 3000 kleine Inseln, die sehr gebirgig sind. Nur ca. 13 % des Landes sind bewohn- und nutzbar.
Ca. 121 Millionen Menschen leben in Japan, vor allem in den Ballungszentren um Tokyo, Osaka und Nagoya.
Geschichte
Erste schriftliche Zeugnisse über Japan stammen aus China und gehen auf das 5. Jahrhundert nach Christus zurück.
Auf das Zeitalter des Feudalstaates folgte 1868 eine Monarchie durch die Machtübernahme des Kaisers Meiji, der das Land aus der fast 300 Jahre langen Isolation für den Westen öffnete. Zuvor hatte der amerikanische Admiral Perry 1853 die Öffnung einiger japanischer Häfen erzwungen.

Religionen
Die meisten Japaner bekennen sich zu mehreren Religionen, überwiegend zum Buddhismus und Schintoismus. Die sogenannten "neuen Religionen" Sooka gakkai, Seicho no ie, Koofuku no kagaku (Wissenschaft des Glücks) sind gut organisiert und zum Teil sehr dynamisch. Ihnen gehören ca. 30 % der Bevölkerung an.
Die Zahl der Christen, einschließlich der Sondergruppen, wie Mormonen und Zeugen Jehovas, beträgt nur ca. 1,3 %.
In der Verfassung ist die Religionsfreiheit garantiert.
Arbeit der Allianz-Mission
Nachdem die Missionare der AM, bedingt durch die Revolution, China verlassen mußten, wurde Japan ins Blickfeld gerückt. 1954 begannen die ersten Missionare der AM eine Missionsarbeit im Aichi/Gifu-Ken in der Nähe der 2-Millionen-Stadt Nagoya. Dieses Gebiet wurde ausgewählt, weil es dort prozentual die wenigsten christlichen Gemeinden gab.
Gemeindegründungs-Arbeit
Ziel der Missionare war es von Anfang an, durch Evangelisation, Seelsorge und Schulung selbstständige einheimische Gemeinden zu gründen und sie so bald wie möglich an japanische Pastoren abzugeben.
Aus der Missionsarbeit in Japan hat sich inzwischen ein selbständiger Gemeindebund entwickelt.
1992 schloß sich dieser mit drei weiteren Gemeindebünden (die aus Missionsarbeiten von amerikanischen und schwedischen Freien evangelischen Gemeindebünden hervorgegangen sind) zu einer Föderation zusammen.
Mitarbeiterschulung
In zwei Freizeit- und Schulungszentren werden Freizeiten, Schulungen und Seminare für Studenten, Gemeindemitarbeiter, Pastoren und Missionare durchgeführt.
Theologische Ausbildung
1985 wurde, zusammen mit 40 weiteren evangelikalen Gemeinden im Großraum Nagoya, das "TTS" (Tokai Theologisches Seminar) gegründet. Hier werden in erster Linie die Nachwuchskräfte des einheimischen Bundes ausgebildet. In der angegliederten Bibelschule erhalten auch Gemeindehelferinnen und Frauen von Pastoren eine Ausbildung. Einige Pastoren des japanischen Gemeindebundes sowie Missionare der AM unterrichten dort.

Radioarbeit
Fast gleichzeitig mit dem Beginn der Missionsarbeit wurde in Verbindung mit PBA (Pacific Broadcasting Association) eine Radioarbeit begonnen, die bis heute über zwei Sender in Nagoya und Gifu in Zusammenarbeit mit anderen evangelikalen Gruppen durchgeführt wird.
Behindertenarbeit
Im "Zentrum Hoffnung" (Kiboo-Center) werden Behinderte und psychisch Kranke betreut. Durch Beschäftigungstherapie (Behindertenwerkstatt), gemeinsame Freizeitgestaltung und den Umgang mit Gottes Wort werden entscheidende Lebenshilfen gegeben.
Auslandsmission
1986 kam die Auslandsmission des japanischen Bundes als weiterer Arbeitszweig hinzu. Ein Ehepaar wurde in die Missionsarbeit der AM nach Brasilien entsandt. 1993 wurde eine Missionarin in die Missionsarbeit der AM auf den Philippinen entsandt.

Sprachklassen
Neben den Missionaren erteilen junge Leute aus Deutschland mit entsprechender Motivation und den notwendigen Sprachkenntnissen für 1-2 Jahre Sprachunterricht in japanischen Gemeinden.
Schule für Missionarskinder
Die Allianz-Mission unterhält eine kleine deutsche Grundschule für Missionarskinder. Dadurch können die Kinder während der ersten Schuljahre bei den Eltern leben. Der anschließende Besuch der Deutschen Schule in Tokyo ist mit einem Internatsleben verbunden.
Missionarisches Jugendzentrum HOPE (Inazawa)
Seit Herbst 2003 findet im Jugendzentrum HOPE ein vielfältiges Programm mit Sprachklassen, Sport, evangelistischen Jugendevents, Bibelgesprächsgruppen, usw. statt, um junge Japanern zum Glauben an Jesus Christus einzuladen (Evangelisation) bzw. um sie im Glauben an Jesus weiterzuführen (Juengerschaft). Dies geschieht in enger Kooperation mit der Gemeinde Inazawa und dem japanischen Bund.
Weitere Infos: http://www.eymanns.de/juz1.html
Hier findet ihr einen Kurzclip über das HOPE-Jugendzentrum.
